Kaltgepresste Öle sind nicht nur für die menschliche Ernährung und unsere Gesundheit wichtig, sondern auch für Tiere, im Besonderen auch für Hunde. Sowohl für die menschliche Ernährung als auch für die Ernährung von Hunden sind Öle besonders wichtig, da sie mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Diese werden vom Körper und dem Organismus benötigt, er ist allerdings nicht in der Lage, sie selbst zu produzieren.
Öle für die gesunde Ernährung von Hunden
Die gesättigten Fettsäuren sorgen für die nötige Energie und die ungesättigten Fettsäuren sind für den Zellaufbau sowie die Stärkung des Immunsystems verantwortlich. Die kaltgepressten Öle und die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren werden von Hunden benötigt, um eine körperliche Widerstandskraft aufzubauen, und damit sich das Gehirn entwickeln kann.
Zudem sind sie wichtig, damit die Hunde gut sehen können und sie sorgen für ein glänzendes, dichtes Fell sowie für eine geschmeidige Haut. Bei Hündinnen tragen die Fettsäuren zur Fruchtbarkeit bei.
Wie kann ich gutes Öl im Hundefutter erkennen?
Am sichersten, dass das Hundefutter gutes Öl enthält, kannst du sein, wenn das verwendete Öl in den Inhaltsstoffen genau aufgeführt ist. In den meisten Fällen handelt es sich dann um Fischöl oder Leinöl. Diese sind gute Öle für deinen Hund und daher geben die Hersteller meistens an, wenn diese Öle enthalten sind. Ist in den Inhaltsstoffen allerdings nur von „Ölen und Fetten“ die Rede, kannst du in den meisten Fällen davon ausgehen, dass es sich dabei um keine so guten Öle handelt. Im schlimmsten Fall handelt es sich dann sogar um tierische Öle vom Abdecker.
Der Hersteller kann sein Futter als Futter ohne hinzugefügte Konservierungsstoffe anpreisen. Dies ist allerdings nicht ganz richtig, denn die Öle und Fette vor der Zugabe zum Futter selbst konserviert, da sie ansonsten anfangen unangenehm zu riechen, sobald die Zersetzung beginnt.
Die Konservierungsstoffe sind demnach nicht noch mal dem Futter hinzugefügt worden, weshalb der Hersteller das Futter als Futter „ohne Konservierungsstoffe“ deklarieren kann. Der Hund frisst dann das Futter, welches zwar als Futter ohne Konservierungsstoffe gilt, aber dennoch Konservierungsstoffe enthält. Diese Deklaration ist sogar rechtens.
In der Regel hält sich Hundefutter mindestens zwei Jahre lang. Dies wäre ohne Konservierungsstoffe gar nicht möglich, weshalb immer davon ausgegangen werden kann, dass das Futter in irgendeiner Form Konservierungsstoffe enthält und nicht nur aus frischen Zutaten besteht. Daher empfehlen wir dir genau auf die Inhaltsstoffe zu achten und kein Futter zu wählen, welches keine eindeutige Deklaration enthält.
Leinöl
Leinöl enthält Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente, welche deinen Hund in seiner gesamten Gesundheit fördern können. Liegt bereits ein Mangel an Vitalstoffen vor, so kann die regelmäßige Einnahme von Leinöl diesem Mangel erheblich entgegenwirken.
So werden gesundheitliche Probleme, welche durch Vitalstoffmangel entstehen und viele Kettenreaktionen mit sich bringen können, reduziert. Zudem hat das Leinöl eine entzündungshemmende Wirkung und es enthält einen relativ hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren.
Leinöl setzt sich optimal aus nährenden Stoffen zusammen und die Minerale, Vitamine und Spurenelemente arbeiten bestens aufeinander abgestimmt. Leinöl kann allen körperlichen Beschwerden entgegenwirken, die durch einen Mangel an Mineralstoffen resultieren. Durch die hohe Nährstoffvielfalt profitiert dein Hund ganzheitlich von dem Leinöl.
Lachsöl
Bei Lachsöl handelt es sich um ein Fischöl, welches aus Lachs gewonnen wird. Lachs gehört zu den beliebtesten Speisefischen in Deutschland. Mit einem Fettanteil von 13 % gehört Lachs den Fettfischen an. Lachsöl enthält die Fettsäuren Omega-3 und Omega-6, welche sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
Für Hunde ist Lachsöl sehr gesund und noch dazu lieben Hunde das Öl. Bei Lachsöl handelt es sich um ein reines Naturprodukt, welches keine künstlichen Zusätze enthält. Das Öl weist einen hohen Gehalt an Triglyceriden auf. Diese enthalten die Omega-3 Fettsäuren und helfen dabei, den Cholesterinspiegel zu senken und verbessern den Blutfluss. So wird die Durchblutung gefördert und Herzerkrankungen kann vorgebeugt werden. Unter dem Blogpost Empfehlungen für ein gutes Lachsöl für Hunde findest du weitere hilfreiche Informationen wie du das beste Lachsöl findest.
Zudem wirken sich die Fettsäuren positiv auf das Immunsystem deines Vierbeiners aus und stärken so seine Widerstandskraft. Lachsöl unterstützt den Zellaufbau und sorgt für ein glänzendes Fell sowie für eine gesunde Haut. Außerdem hilft es bei Hautreizungen und Hautallergien. So kann es für eine Linderung von Schuppen, Ekzemen, Haarausfall und trockener Haut sorgen.
Außerdem wird dem Lachsöl nachgesagt, dass es sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt und die regelmäßige Einnahme bei Welpen das Wachstum des Gehirns fördert. Studien haben gezeigt, dass das im Lachsöl enthaltene DHA sowohl bei jungen Kindern als auch bei Welpen eine positive Wirkung auf das Gehirn, das Sehvermögen, die Feinmotorik und auch auf das Sozialverhalten hat.
Ältere Hunde profitieren durch die Einnahme von Lachsöl von einer verbesserten Konzentration sowie einem gesteigerten Seh- und Erinnerungsvermögen. Durch die entzündungshemmende Wirkung kann Lachsöl die Beschwerden von Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Arthritis mindern. Auch bei Tumorerkrankungen soll Lachsöl förderlich sein.
Nachtkerzenöl
Nachtkerzenöl findest du im Handel häufig auch unter der englischen Bezeichnung „Evening Primrose Oil“ (kurz EPO). Für die Herstellung des Öls werden reife und getrocknete Samen der Nachtkerze verwendet. Diese werden schonend gepresst, wodurch der Zugang zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren ermöglicht wird.
Durch den hohen Gehalt an y-Linolsäure (kurz GLA) werden ihr hilfreiche Kräfte bei Hautproblemen zugesprochen. Diese Wirkung ist allerdings noch umstritten.
Aufgrund des steigenden Bedarfs werden Nachtkerzen zwar auch schon in der Feldwirtschaft angebaut, allerdings wurden sie noch nicht stark gezüchtet. Dementsprechend handelt es sich bei Nachtkerzen um Wildpflanzen und der teurere Anbau macht sich auch im Preis des Nachtkerzenöls bemerkbar.
Distelöl
Das Distelöl wird aus der Färberdistel hergestellt. Es ist reich an Omega 6 und Vitamin E, welches gut für Hunde ist. Das Öl trägt zu einem glänzenden Fell deines Hundes bei und ist hilfreich bei Entzündungen sowie Hautproblemen. Durch das Vitamin E im Öl werden die Krallen gepflegt und das Immunsystem gestärkt.
Olivenöl
Olivenöl enthält in der Regel nur eine geringe Menge an ungesättigten Fettsäuren und sollte daher kein dauerhafter Bestandteil der Hundeernährung sein. Allerdings wirkt sich das Öl positiv auf das Blut und den Zellaufbau aus. Zudem wirkt es leicht blutverdünnend.
Kokosöl
Das Kokosöl wird durch das Pressen des Fruchtfleisches der Kokosnuss hergestellt. Das Öl wird kalt gepresst und nicht raffiniert (gefiltert). Kokosöl weist einen Hohen Gehalt an Laurinsäure auf. Diese bekämpft verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze. Daher kommt Kokosöl häufig gegen Parasiten und als Wurmkur bei Hunden zum Einsatz.
Hanföl
Hanföl verfügt über einen hohen Gehalt an Linol- und Linolensäure. Diese sind in dem Öl in einem stimmigen Verhältnis enthalten, sodass sich das Öl positiv auf die Gesundheit des Hundes auswirkt. Die im Öl enthaltene Gamma-Linolensäure wirkt hilfreich bei Hauterkrankungen, da sie entzündungshemmend ist.
Außerdem wirkt sich die Säure positiv auf schuppige, trockene und juckende Haut aus. Hanföl hat außerdem eine gesunde Wirkung auf die Haut und sorgt für glänzendes Fell. Des Weiteren unterstützt das Öl den Zellstoffwechsel und stärkt das Immunsystem.
Rapsöl
Rapsöl weist den höchsten Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren auf und ist laut unterschiedlichen Quellen für Hunde nicht gut geeignet.
Erdnussöl
Im Erdnussöl sind verschiedene mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, dessen Menge je nach Qualität des Öls variiert. Sowohl das Erdnussöl als auch die Erdnüsse selbst können bei Hunden eine Epilepsie auslösen, weshalb das Öl für Hunde ungeeignet ist.
In welchem Futter sind ungesättigte Fettsäuren enthalten?
Bei der Ernährung deines Hundes solltest du auf eine ausreichende Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren achten. Bei industriell gefertigtem Nass- und Trockenfutter wird in der Regel schon bei der Herstellung darauf geachtet, dass sich in dem Futter die richtige Menge an Fetten befindet.
In Zeiten, in denen dein Hund besonders stark belastet wird, während des Fellwechsels oder falls dein Vierbeiner besonders sportlich ist, ist es ratsam, Öle in angemessenen Mengen zuzufüttern.
Solltest du deinen Hund mit rohem Fleisch füttern (Barfen), solltest du wissen, dass essentielle Fettsäuren überwiegend in hochwertigen pflanzlichen Ölen und auch im Fettanteil des Fleisches bzw. Fisches befinden. Über das rohe Fleisch nimmt der Hund an hohen Anteil an Omega-6 Fettsäuren auf, weshalb du darauf achten solltest, dass das Öl einen hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren enthält.
Hierfür eignen sich besonders Fischöl (Lachsöl, Dorschöl), Lebertran und auch bestimmte Pflanzenöle (z.B. Rapsöl, Leinöl, Hanföl, Walnussöl).
Warum sollte es sich in der Hundeernährung um kaltgepresste Öle handeln?
Du solltest bei der Wahl des Öls in besonderem Maße auf die Qualität achten. Kaltgepresste Öle werden schonender hergestellt und somit bleiben auch mehr Vitamine und essentielle Fettsäuren enthalten. Daher solltest du deinem Hund ausschließlich kaltgepresste Öle füttern. Andere Bezeichnungen für kaltgepresste Öle sind auch „nativ“ oder „kalt geschlagen“.
Was sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren?
Bei den beiden Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren oder auch essentielle Fettsäuren genannt. Die Bezeichnung „essentiell“ tragen die Fettsäuren, da sie weder vom Menschen noch vom Hund selbst hergestellt werden können, sondern nur über die Nahrung aufgenommen werden. Daher ist es wichtig, dass dein Hund genügend Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren über die Nahrung aufnehmen kann.
Die essentiellen Fettsäuren und vor allem das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 sind für die Gesundheit von großer Bedeutung. Sowohl der menschliche Körper als auch der des Hundes benötigt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den beiden Fettsäuren, da es ansonsten zu Entzündungen kommen kann, welche bestimmte Krankheiten begünstigen können.
Nicht immer ist die tägliche Hundeernährung so ausgewogen, dass der Hund die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren in ausreichender Menge zu sich nimmt. Ist dies der Fall, kann ein Ergänzungsmittel hilfreich sein. Lachsöl eignet sich sowohl für Menschen als auch für Tiere gut als Nahrungsergänzungsmittel, welches nicht nur gesund, sondern auch schmackhaft ist.
Die Folgen eines Mangels an essentiellen Fettsäuren
Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren macht sich beim Hund unter anderem in Problemen der Haut und des Fells bemerkbar (z.B. Ekzeme, Schuppen, Probleme beim Fellwechsel). Auch schwerwiegende Stoffwechselprobleme können aufgrund von Mangelerscheinungen entstehen.
Damit Mangelerscheinungen gar nicht erst entstehen können, ist eine ausgewogene Ernährung äußerst wichtig. In Bezug auf Öle bedeutet dies, dass diese möglichst abwechslungsreich gestaltet werden sollten. Zudem ist es wichtig, dass die beiden Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 sorgfältig aufeinander abgestimmt sind.
Bei der Rohfütterung ist Öl in der Hundeernährung in Bezug auf fettlösliche Vitamine von Bedeutung. So wird eine entsprechende Mangelerscheinung vorgebeugt und der Hund erhält die Nährstoffe aus Obst und Gemüse. Die im Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine sind überwiegend fettlöslich. Ohne die Zugabe von Öl würde der Hund die Vitamine unverdaut wieder ausscheiden, sodass er keinen Nutzen von den aufgenommenen Vitaminen hat.
Wie viel Öl benötigt ein Hund?
Bei kleinen und mittelgroßen Hunden ist in der Regel ein halber Teelöffel Öl pro Tag ausreichend. Dieser kann einfach über das Futter gegeben werden. Bei größeren Hunden beträgt die Menge etwa ein halber Teelöffel pro 10 kg Körpergewicht. Das Öl sollte allerdings nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“ gefüttert werden.
Zuviel Öl kann unter anderem zu Problemen mit dem Gewicht führen. Jedes Öl enthält unterschiedliche Vitamine und spezielle Fettsäuren. Für eine ausgewogene Ernährung ist es daher ratsam, immer mal wieder ein anderes Öl zu füttern.
Hochwertige Öle lassen sich nicht nur für die Hundeernährung verwenden, sondern eignen sich auch gut zur äußeren Anwendung. Vor allem bei der Pflege der Pfoten, bei Wunden, Ekzemen oder Hautproblemen wie beispielsweise Schuppen kann Öl sehr hilfreich sein. Eine antibakterielle und heilende Wirkung haben unter anderem Nelken-, Thymian, Nachtkerzen-, Schafgarbe- und Teebaumöl.
Einige der Öle tragen zudem zur Behandlung von Viren und Pilzen bei. Öle weisen ein breites Anwendungsspektrum auf und sind sehr resistent, was bei künstlich erzeugten Heilmitteln häufig nicht der Fall ist. Außerdem ist an der Verwendung von Ölen vorteilhaft, dass diese nur sehr geringe Nebenwirkungen haben.